{"id":21516,"date":"2020-10-07T22:04:09","date_gmt":"2020-10-07T20:04:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asphalt-festival.de\/?page_id=21516"},"modified":"2020-10-07T22:04:09","modified_gmt":"2020-10-07T20:04:09","slug":"warum-wir-kunstorte-brauchen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.asphalt-festival.de\/en\/warum-wir-kunstorte-brauchen\/","title":{"rendered":"Warum wir Kunstorte brauchen"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Warum braucht eine Stadt o&#776;ffentliche Orte des Kunsterlebens?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>2012 gru&#776;ndeten wir das asphalt Festival. Aus dem Nichts und ohne Mittel. Es wurde nicht an uns herangetragen, dies zu tun. Der Entschluss folgte auch keiner gepru&#776;ften innovativen Gescha&#776;ftsidee, sondern entstand aus einem ku&#776;nstlerischen Impuls heraus. Wir waren davon u&#776;berzeugt, dass wir mehr Raum fu&#776;r den zwischenmenschlichen Dialog beno&#776;tigen, der seinen Ursprung im gemeinsamen Erleben von ku&#776;nstlerischen Darbietungen erfa&#776;hrt.<\/p>\n<p>Sie mo&#776;gen einen beto&#776;ren oder versto&#776;ren oder beides zugleich, aber sie ko&#776;nnen aus unserer Sicht Tu&#776;ro&#776;ffner fu&#776;r einen gesellschaftlichen Diskurs sein, vo&#776;lkerverbindend und Kitt fu&#776;r die Gesellschaft.<br>\nInsofern ging und geht es uns grundsa&#776;tzlich darum, Denk-, Kommunikations- und Begegnungszonen zu kreieren. Diese Ra&#776;ume gilt es zu finden, zu besetzen, zu erweitern &ndash; denn sie sind nicht selbstversta&#776;ndlich da. Das asphalt Festival ist eine stetig reagierende, sich weiterentwickelnde &bdquo;Work-in-progress-Plattform&ldquo; auf der Suche nach interessanten a&#776;sthetischen Ausdrucksformen von unterschiedlichsten Ku&#776;nstlergruppen zu dra&#776;ngenden Fragen unserer Zeit.<br>\nUnd es ist ein flu&#776;chtiger Ort des Verweilens im Charakter einer gro&szlig;en bilderreichen Reise.<br>\nNach einigen u&#776;beraus erfolgreichen Festivalausgaben, mit gro&szlig;em und stetig wachsendem Publikumsinteresse, hatten wir fu&#776;r 2020 ein umfangreiches Programm mit nationalen und internationalen Ku&#776;nstlergruppen an mehreren spannenden Orten in der Stadt geplant.<br>\nDieses Festival mussten wir aufgrund der Pandemie absagen. Aber wir entwickelten eine Alternative. Das kurzfristig und entgegen aller Widersta&#776;nde geborene Festival &bdquo;asphalt auf See&ldquo; war keine Notlo&#776;sung fu&#776;r das eigentlich Gedachte, sondern das richtige Format bzw. die entsprechende Reaktion auf den Ausnahmezustand. Wir stellten uns die Frage: Ist es nicht unsere Pflicht, als Kunstschaffende auf die jeweiligen Umsta&#776;nde zu reagieren und sie zu beleuchten? Ko&#776;nnen wir warten, bis die Krise vorbei ist &ndash; im Angesicht des Sturms? Ist es nicht gerade jetzt unsere Aufgabe, Ra&#776;ume des Verhandelns und der Versammlung anzubieten?<br>\nUnd wir haben uns gefragt: Was war die eigentliche Ursprungsidee von asphalt? Sie war und ist: &bdquo;Raus aus dem Theater, rein in die Stadt.&ldquo; Raus aus den Mustern und Denkmodellen, die auch in den Kulturbetrieben teilweise zu immer gleichen Abla&#776;ufen fu&#776;hren, rein in die Mo&#776;glichkeiten, die die Zeit mit sich bringt. Wir mu&#776;ssen beweglich sein, die Starre auflo&#776;sen. Egal ob kleine Bu&#776;hne, gro&szlig;e Bu&#776;hne, drau&szlig;en, drinnen: Das Theater &ndash; die Kunst muss stattfinden &ndash; sonst entsteht eine Lu&#776;cke, die vielleicht zuerst gar nicht auffa&#776;llt, aber irgendwann nicht mehr zu schlie&szlig;en ist.<br>\nSo sind wir losgerannt und haben diesen magischen Ort am Schwanenspiegel gefunden. Vielleicht hat er auch uns gefunden. Es war ein Wagnis. Vor allem aufgrund der unklaren pandemischen Verha&#776;ltnisse.<br>\nIm gro&#776;&szlig;tmo&#776;glichen Raum &ndash; dem O&#776;ffentlichen &ndash; haben wir uns einige Gedanken zum Thema Na&#776;he und Distanz gemacht.<br>\nIn der Ru&#776;ckschau war es ein Glu&#776;cksfall und die richtige Entscheidung:<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>An elf Tagen zeigten wir auf der eigens dafu&#776;r gebauten Seebu&#776;hne 42 Auffu&#776;hrungen und erreichten 3700 Besucher*innen. Nahezu alle Veranstaltungen waren ausverkauft, die Auslastung lag bei 96 Prozent. Das Festivalprogramm umfasste 23 Produktionen, darunter vier Urauffu&#776;hrungen.<\/p>\n<p>Unabha&#776;ngig vom bilanzierbaren Erfolg, waren die Reaktionen seitens des Publikums dieses Mal besonders: Sie zeugten oft von tiefer Dankbarkeit fu&#776;r unseren Versuch, die analoge Kommunikation zu ermo&#776;glichen. Die Einsamkeit fu&#776;r eine kurze Zeit zu bannen. Noch heute &ndash; Wochen spa&#776;ter &ndash; erhalten wir Briefe, die beschreiben, dass es nicht wenige Menschen gibt, fu&#776;r die Kunst zum Lebensnotwendigen geho&#776;rt. So direkt wie dieses Jahr wurde uns die Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit unserer Festivalaktivita&#776;ten noch nie zuvor gespiegelt. Und die Erkenntnis, dass es vielen Menschen im Moment um ernsthafte Auseinandersetzung mit aktuellen Themen geht und nicht nur &ndash; wie oft dargestellt &ndash; um Entertainment, machte uns besonders glu&#776;cklich. Wir sind den Ku&#776;nstler*innen und unserem Publikum, die Teil dieses Experiments waren und an unsere Idee glaubten, u&#776;beraus dankbar.<\/p>\n<p>Insofern ko&#776;nnte das Festival &bdquo;asphalt auf See&ldquo; auch als eine Insel der Inspiration umschrieben werden, die andere in Bewegung setzt, Energie bu&#776;ndelt und Mut fu&#776;r das Kommende macht.<br>\nFu&#776;r das Jahr 2021 planen wir in jedem Fall weiter mit der Bu&#776;hne am Schwanenspiegel und hoffen au&szlig;erdem, das eigentlich kuratierte Programm von 2020 umsetzen zu ko&#776;nnen.<\/p>\n<p>Klar ist: Wir gehen der Zukunft entgegen &ndash; dass wir die Kunst hierfu&#776;r brauchen, ist gewiss.<\/p>\n<p>Christof Seeger-Zurmu&#776;hlen und Bojan Vuletic<\/p>\n<p>Du&#776;sseldorf, 18.8.2020<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum braucht eine Stadt o&#776;ffentliche Orte des Kunsterlebens? 2012 gru&#776;ndeten wir das asphalt Festival. 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