»Großartig, wie die Gedanken der Figuren und die historischen Fakten via Funkkopfhörer direkt in den eigenen Kopf gelangen und man zugleich die Alltagswelt von heute sieht. Eine faszinierende Überblendung von Zeitschichten.«
Deutschlandfunk Kultur
1901 wurden in Gerresheim die Öfen der weltweit größten Glashütte fast gelöscht: Die Arbeiter streiken für besseren Lohn und Würde, während andere vom Besitz der Fabrik profitieren. Im Zentrum von »Tage aus Glas« stehen Bille, Tochter eines Glasarbeiters, und Leonie, Tochter des Werksarztes. Ihre unterschiedlichen Lebenswelten spiegeln die Klassenverhältnisse der Zeit. Die neue Produktion des Theaterkollektiv Pièrre.Vers rund um Regisseur Christof Seeger-Zurmühlen verknüpft die Geschichte des Gerresheimer Streiks mit heutigen Fragen nach gesellschaftlicher Teilhabe, Besitzverhältnissen und Klassenkämpfen aus der Perspektive der beiden Frauen. Das Stück führt das Publikum auf einer Zeitreise um das Gelände der ehemaligen Glashütte herum, eine Industriebrache zwischen Vergangenheit und Zukunft. Zwischen denkmalgeschützten Backsteinbauten, offenen Flächen und neuen Bauprojekten verweben sich die Geschichten von Bille, Leonie und der Glashütte, die Gerresheim immer noch prägt. Was hat sich in Zeiten von ökonomischem Wachstumsdruck, Digitalisierung und technologischer Transformation verändert am Verhältnis zwischen denen, die von Lohnarbeit leben, und jenen, die von Vermögen profitieren? Literarische Grundlage der Theatertour »Tage aus Glas« ist das gleichnamige, 2025 im Verlag HarperCollins erschienene Romandebüt von Dorothee Krings.
Das Theaterkollektiv Pièrre.Vers aus Düsseldorf zählt zu den renommiertesten freien Theatergruppen des Landes und ist über die Grenzen von NRW hinaus bekannt für ihr dokumentarisches Theater. Die Gruppe entwickelt immersive Projekte im öffentlichen Raum oder an historisch aufgeladenen Orten, an denen globalgesellschaftlich relevante Themen am Beispiel des Mikrokosmos Stadt untersucht werden.
Dorothee Krings (*1973 in Mönchengladbach) verbindet in ihrem Roman-Debüt »Tage aus Glas« historische Recherche mit einer vielschichtigen Erzählung über Klasse, Herkunft und Selbstbestimmung.
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Das sagt die Presse:
»Die Dialoge, denen man mittels Funkkopfhörern folgt, kommen einem extrem nahe. Fast ist man versucht, zu denken, sie finden im eigenen Kopf statt. Sie führen einen auf eine überaus direkte und lebendige Weise zurück ins beginnende 20. Jahrhundert. Doch zugleich erinnert einen jeder Blick daran, dass wir uns im Jahr 2026 befinden. So entsteht ein überaus faszinierender Überblendungseffekt.«
nachtkritik.de
»Eine Lektion über die Tücken der Transformation, wie sie so lebendig nur Theater erzählen kann.«
Deutschlandfunk Kultur – Kultur heute
»Die Darsteller spielen sich um Leib und Seele, wenn sie von Bäumen bewurzelte Hänge barfuß hinaufjagen oder durch die Düssel kraulen. Sie packen beherzt zu, wo die Geschichten der Menschen im unwegsamen Gelände an Schärfe gewinnen müssen, damit erkennbar wird, dass Zerbrechlichkeit und Wille nah beieinanderliegen. Getragen wird das Stück von der wundervollen Musik von Bojan Vuletic, der sie eigens für die Inszenierung komponiert hat. Unentwegt streckt sie ihre Fühler aus und perlt unter der Handlung. Eine ruhige Woge minimalmusikalischer Begleitung.«
Rheinische Post
»Die Theater- und Wander-Performance ist spannend, lebendig und informativ in mehrfacher Hinsicht.«
NRZ
»Klare Bilder, gelungene Dramaturgie. Ein wirklich unterhaltsamer Theaterparcours, der sehr stimmig ist.«
Deutschlandfunk Kultur – Fazit
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Eine Produktion von Theaterkollektiv Pièrre.Vers in Koproduktion mit dem asphalt Festival und dem Düsseldorf Festival, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Stadt Düsseldorf, der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf, der BürgerStiftung Düsseldorf, der Sparkassenstiftung Rheinland und der Stiftung van Meeteren, mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg
Spiel: Julia Dillmann, Justus Rosenkranz, Christof Seeger-Zurmühlen, Alexander Steindorf, Anna Tabea Stockbrügger, Blanka Winkler
Regie und Konzept: Christof Seeger-Zurmühlen
Kostüm und Raumausstattung: Susanne Hoffmann
Dramaturgie und Stückfassung: Leonie Ute Maria Adam
Komposition und Sounddesign: Bojan Vuletić
Tontechnik: Sandra Zawada, Benjamín Herrera
Regieassistenz: Mika Ludwig
Organisatorische Mitarbeit: Halgir Abdulkareem, Emil Gonzales Dillmann, Laron Janus
Produktionsleitung: Melissa Müller
Pressearbeit: Marita Ingenhoven
Social Media: Hannah Busch, Dietgard Brandenburg
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Collage von Hans Peter Müller, unter Verwendung von Motiven von shutterstock und Wikipedia


















