Archiv 2016

Absagen an die Festung Europa

Ewert Nitschke
Kunstinstallation
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Eintritt frei.

Die vielen Bilder der Flüchtlingsströme nach Europa beherrschen die Medien seit Monaten, der politische Umgang spaltet nicht nur Europa, sondern auch die politischen Akteurinnen und Akteure in Deutschland.
Ewert Nitschke stellen sich die Frage, wer die Verantwortlichen für die hohen Zäune um Europa sind und suchen nach Adressaten für ihre Absagen. Untersucht werden soll die Region zwischen Ruhrgebiet und Rheinland, in der Ewert Nitsche zur Zeit leben. Aber auch die bundespolitische Ebene mit ihren Verbindungen zu den europäischen Verbündeten steht im Zentrum der Forschung.

Mittels Jelineks Werk „Die Schutzbefohlenen“ wird stets ein neuer Bezug zwischen tagesaktuellem politischem Geschehen und Fiktion hergestellt. Die Erteilung der Absage ist der Beginn einer Kommunikation mit den Regierenden und politischen Entscheidungsträgern. Seit April 2016 werden die Absagen verschickt, versendete Absagen können unter www.absagen.org nachgelesen werden. Im Rahmen des ASPHALT Festivals werden Ewert Nitschke eine performative Installation zeigen. Hinter dem Pseudonym Ewert Nitschke verbergen sich die Künstlerinnen und szenischen Forscherinnen Helene Ewert und Julia Nitschke aus Bochum.
Absagen an die Festung Europa ist der zweite Teil des Zyklus Absagen. Im ersten Teil Absagen an Krieg verfassten Ewert Nitschke Absagen an Länder, die direkt oder indirekt in Krieg involviert sind. Das Projekt wurde im Rahmen der Vierten Mülheimer Fatzer Tage 2014 verwirklicht.

Helene Ewert studierte bis 2012 Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien und ist seit 2013 für Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum eingeschrieben. Am Schuberttheater Wien führte Ewert 2012 zum ersten Mal Regie und inszenierte unter anderem Woyzeck. 2013 arbeitete sie im Rahmen ihres Studiums mit dem Performancekollektiv She She Pop zusammen.

Julia Nitschke hat 2011 ihren Bachelorstudiengang Soziale Arbeit in Bochum abgeschlossen und steht nach Zwischenstopps in der Theater- und Sozialwissenschaft nun kurz vor dem Abschluss ihres Masterstudiengangs Szenische Forschung. Sie ist Mitorganisatorin und Kuratorin beim Kunstfestival „Rundlauf Bochum“ und Mitbegründerin der Agentur für angewandte Performance-Kunst. Seit August 2015 arbeitet Nitsche als Geräuschemacherin an der Re-Animation des Stummfilms L’Inferno nach Dantes Göttlicher Komödie.

Helene Ewert, Julia Nitschke – Konzept, Umsetzung, Performance
Almut Pape – Dramaturgie

absagen.org

Die Kunstinstallation „Absagen an die Festung Europa“ ist während des Festivalbetriebs vom 9.–17. Juli 2016 täglich ab 18:00 Uhr zu besichtigen. Der Zugang ist nicht barrierefrei.

Eine Produktion von Ewert Nitschke in Koproduktion mit dem ASPHALT Festival 2016, gefördert von der Kunststiftung NRW.

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kunststiftung_NRW

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