Finalgötterfunken

Peter Trabner und Orchester
Public-Viewing-Performance zum WM-Finale
Weltkunstzimmer, Glashalle
So 15.07.2018 17:00
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Eintritt frei

Am 15. Juli 2018 herrscht Ausnahmezustand. Unabhängig davon, wie es um die Menschenrechtslage in Russland bestellt ist, wie es der Bevölkerung in der Ukraine geht, ob es mal wieder Dopingvorwürfe gegen russische Athlet*innen gab und was Putin und die Fifa-Führung so alles aushecken – eins steht fest: Alle, wirklich alle, die braven, die kritischen, die loyalen und die revolutionären Menschen, alle werden am 15. Juli 2018 Fußball gucken.

Dieses paradoxe Spektakel schreit nach einer künstlerischen Reaktion, die dem Spiel nicht die Spannung nimmt, sondern den Schwalben und Fehlentscheidungen ein wenig Wagner schenkt, Reporterphrasen zerdrischt, dem Triumph und Spott Beethoven hinzufügt, Fußballexpert*innen in ihre blanke Komik zerlegt, Tore und Lattenknaller rammsteinigt, die Poesie aus Schlachtgesängen herauskitzelt.

Nach dem EM-Finale vor zwei Jahren zeigen wir diesmal bei ASPHALT das WM-Finale live auf einer großen Leinwand – eingebettet in eine große Improvisationsperformance: Der Ball ist rund, ein Spiel hat 90 Minuten und am Ende gewinnt – die Kunst.

Dauer: 90 Minuten plus Nachspielzeit, Verlängerung möglich
Die Veranstaltung ist barrierefrei.

Peter Trabner – Moderation
Marcel Kolvenbach – Schlagzeug
Alex de Macedo – Gitarre
Ulrich Rasch – Piano und Keyboards

Der vielfach preisgekrönte Schauspieler Peter Trabner ist ein gefragter Film- und TV-Darsteller (u. a. Tatort, 4 Blocks, Babylon Berlin). Als Mitglied des internationalen Kollektivs Two Fish arbeitet er interdisziplinär in den Bereichen Tanz, Theater und Performance. Als Solokünstler interveniert er immer wieder mit mitreißenden und irrwitzigen Improvisationen im öffentlichen Raum.

Marcel Kolvenbach studierte Jazz- und Popschlagzeug an der Hochschule der Künste in Arnheim (Niederlanden) und ist in der Musikbranche für seine Vielseitigkeit bekannt und geschätzt: Er spielt in freakigen Comedy-Jazz-Projekten wie dem Mutanten-Stadl oder dem Krippenspiel mit Matthias Schriefl, in hitorientierten und trotzdem anspruchsvollen Reggae-Projekten mit Alex de Macedo, live mit dem Schlagerstar Jürgen Drews, in Theaterproduktionen oder in Ska-Rockbands wie Lax Alex Contrax.

Alex De Macedo ist ein brasilianisch-deutscher Jazzgitarrist und Reggae-Sänger. Er fühlt sich vor allem beim Modern Jazz, Reggae, Funk, Free Jazz und Bossa Nova zu Hause. De Macedo spielte u. a. mit Mamadee (Background Gentleman), Sisters Keepers und dem Soul/R’n’B-Sänger Boris Titulaer, für den er auch den Titel Rely On Me auf dem gleichnamigen niederländischen Nummer-1-Album komponierte.

Ulrich Rasch studierte Jazzpiano an der Hochschule der Künste in Arnheim und spielt in verschiedenen Jazz- und Crossover-Formationen, etwa im eigenen Ulrich Rasch Trio und der Pop- und Soul-Band Petrocelli, und machte durch Jazz-Interpretationen von Schuberts Liederzyklus Die Winterreise von sich reden.

 

Ein Projekt im Rahmen der KUNSTSTÖRER, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen