Uraufführung

Dramaturgie für eine Konferenz #2

Matías Umpierrez / Plataforma Fluorescente
Art Performance

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
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Aufgrund von Einreisebeschränkungen wegen Corona kann die Produktion leider nicht während des asphalt Festivals 2021 gezeigt werden. Die Uraufführung wird auf Winter 2021 verschoben. Über unseren Newsletter und unsere Social-Media-Kanäle halten wir Sie auf dem Laufenden.

Premiere
verschoben
auf
Winter 2021

Die Projektserie ›Dramaturgie für eine Konferenz‹ des argentinischen Künstlers Matías Umpierrez schafft Raum für Denker*innen und Künstler*innen, gemeinsam Fragen der Zeit performativ zu untersuchen. Im Auftrag von Umpierrez haben Einat und Eyal Weizman ein Manual mit dem Titel ›Negative Evidenz‹ verfasst, das vier indigenen Performerinnen zur Verfügung gestellt wurde, damit sie auf dessen Basis eine Performance entwickeln. Die Künstlerinnen haben acht Tage Probezeit vor Ort, um sich mit dem Manual und der Piazza im K21 auseinanderzusetzen. Jede kreiert für jeweils einen von vier aufeinanderfolgenden Abenden eine Solo-Performance.

Die Performerinnen stellen jeweils einen konkreten Fall ins Zentrum einer künstlerischen Arbeit, die kolonialistische Strukturen in ihren Herkunftsländen entlarvt. Die Inuk-Performerin Laakkuluk Williamson Bathory aus Kanada, die Xhosa-Choreografin Mamela Nyamza aus Südafrika, die indische Performerin Mallika Taneja und die isländische Choreografin Erna Ómarsdóttir folgen dem im Manual vorgegebenen Pfad ›forensischen Theaters‹. Auf diese Weise wird die Piazza im K21 zum Schauplatz für Wahrheit. Ein Podium am letzten Veranstaltungsabend mit u. a. Umpierrez und den Performerinnen eröffnet schließlich das Gespräch mit der Stadtgesellschaft.

Das Manual ist eine Anleitung, um Dokumentartheater neu zu definieren. Ausgangspunkte liefern Tweets, Blogs, Fotos, Artikel, Videos – Dokumente des 21. Jahrhunderts. Es wird analysiert, was eine wahre Aussage heute ausmacht und ob Kunst der Wahrheit zu einem neuen, kraftvollen Ausdruck verhelfen kann.

Einat Weizman ist Dramatikerin und Regisseurin. Ihr dokumentarisches Theater untersucht ›blinde Flecken‹ der israelischen Realität. Eyal Weizman ist Architekt, Schriftsteller, Professor für Spatial and Visual Cultures und Direktor des Centre for Research Architecture am Goldsmiths College in London. Seine Forschungsagentur ›Forensic Architecture‹ untersucht Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Matías Umpierrez gilt als einer der innovativsten Theaterregisseure Lateinamerikas, seine Projekte u. a. mit seiner Compagnie Plataforma Fluorescente bewegen sich zumeist an der Grenze zwischen Theater und bildender Kunst. Seine Arbeiten werden weltweit in Theatern und Museen gezeigt, zudem entwickelte er ›site-specific performances‹ u. a. in Fabriken in Sâo Paulo oder auf Berggipfeln in den Pyrenäen.

Eine Produktion von asphalt Festival in Koproduktion mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Kollaboration mit dem Festival Theater der Welt, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes

mit Laakkuluk Williamson Bathory, Mamela Nyamza, Mallika Taneja, Erna Ómarsdóttir

Konzept und Regie: Matías Umpierrez
Text: Eyal & Einat Weizman

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