Deutsche Erstaufführung

Let it Burn

Marcela Levi & Lucía Russo
Rasendes Tanzsolo
Mi 6 Juli 2022 19:00
Do 7 Juli 2022 19:00

Spielort: Alte Farbwerke, Halle 29

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Dauer: 40 Min.

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellungen

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burning
dancing,
blackness
blurs
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(Fred Moten)

Marcela Levi, Lucía Russo und Tamires Costa konfrontieren in ›Let it Burn‹ das Publikum mit historischen und aktuellen Klischees über den schwarzen Körper. Was als eine Mischung aus Burlesque und Stand-up beginnt, artet in eine explosive, schwindelerregende Performance aus. Die Tänzerin Tamires Costa unterläuft schwarze Stereotypen, indem sie sie umso exzessiver verkörpert: hervorquellende Augen, frenetische und groteske Tänze, ein bis zur Fratze verzerrtes Lächeln und offensiv zur Schau gestellte weiße Zähne treiben rassistische Blackface-Praktiken auf die Spitze. In ›Let it burn‹ fungiert Costas Körper wie ein Hyperlink zu anderen schwarzen Künstler:innen – zu den hypnotischen und majestätischen Bewegungen einer Nina Simone, zu Michael Jacksons perfekter Technik und Virtuosität, zu Auftritten von Josephine Baker, Dizzy Gillespie oder Valeska Gert. Vor den Augen des Publikums steckt Tamires Costa in ihrem Tanzsolo zu Jazz, Soul und brasilianischem Funk buchstäblich die Bühne in Brand – let it burn!

Die Choreographinnen und Performerinnen Marcela Levi (*1973 Rio de Janeiro, Brasilien) und Lucía Russo (*1975 Patagonien, Argentinien) arbeiten seit 2010 zusammen. Gemeinsam gründeten sie mit ›Improvável Produções‹ ihre eigene Produktionsfirma. Seitdem haben sie mehrere Projekte entwickelt und produziert, die auf großen Festivals und in Theatern in Südamerika und Europa aufgeführt wurden. ›Let it Burn‹ wurde 2017 in Rio de Janeiro uraufgeführt, asphalt 2022 zeigt die Produktion als deutsche Erstaufführung.

Gefördert vom Goethe-Institut

Konzept, Regie: Marcela Levi & Lucía Russo
Performance, Co-Kreation: Tamires Costa
Mitarbeit im Entstehungsprozess: Ícaro dos Passos Gaya
Trainees: Taís Almeida, Anne Naukkarinen
Lichtdesign: Tabatta Martins, Catalina Fernández
Technische Leitung: Santiago Tricot
Sound Design: gesamtes Team
Kostüm: Marcela Levi & Lucía Russo
Fotografie: Paula Kossatz, Marcela Levi
Video-Dokumentation: Renato Mangolin, Luiz Guilherme Guerreiro
Produktion: Improvável Produções 
Koproduktion, Vertrieb: Something Great 
Support: Centro Coreográfico da Cidade do Rio de Janeiro, Consulate of Argentina in Rio de Janeiro, Espaço Cultural Sítio Canto da Sabiá, Projeto Entre.