»Motive vom Verlassen und Vergessen«
DIE ZEIT
Die Düsseldorfer Fotoschule ist bis heute eine der einflussreichsten künstlerischen Strömungen in der Fotografie. Ihr Vertreter Laurenz Berges war einer der letzten Meisterschüler, die Bernd Becher an der Kunstakademie unterrichtete. Das asphalt Festival 2026 ist erstmalig im KIT – Kunst im Tunnel zu Gast und zeigt dort die erste Einzelausstellung des international renommierten Fotokünstlers in Düsseldorf, mit Werken aus den vergangenen 25 Jahren und aktuellen, bislang nicht gezeigten Arbeiten. Laurenz Berges dokumentiert Orte, die verlassen wurden. Dabei nutzt er ausschließlich das vorgefundene Licht und verzichtet konsequent auf Inszenierung. Seine Bilder sind stille Zeugnisse gesellschaftlicher und politischer Umbrüche, etwa des Strukturwandels in Nordrhein-Westfalen. Vormals lebendige Städte und Gemeinden verlieren einen Teil ihrer Bevölkerung, Privatwohnungen werden verlassen, ohne dass eine neue Generation nachrückt. Menschen sind auf den Fotografien von Laurenz Berges fast nie zu sehen, doch er deckt die Spuren auf, die sie vor ihrem Verschwinden über Jahre hinweg hinterlassen haben. In der besonderen Architektur des KIT entfaltet sich ein visuelles Archiv, das den leisen Nachhall gelebten Lebens sichtbar macht.
Laurenz Berges (*1966 in Cloppenburg) studierte an der Folkwang-Universität Essen und an der Kunstakademie Düsseldorf und war 1988/89 in New York Assistent von Evelyn Hofer, einer der bedeutendsten Fotografinnen der Nachkriegszeit. Seine Werke werden international in Museen ausgestellt und sind Teil bedeutender Sammlungen. Genau vor zehn Jahren hat asphalt schon einmal eine Ausstellung mit Fotografien von ihm gezeigt: »Epilog« war 2016 im Weltkunstzimmer zu sehen. Laurenz Berges lebt und arbeitet in Düsseldorf.
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Das sagt die Presse:
»Der Fotokünstler entlockt dem, was übriggeblieben ist und davon berichtet, wie es einmal war (…) Aufnahmen von strenger Klarheit, die übergangslos in eine verzaubernde Melancholie hineinführen«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Berges‘ Gespür für Komposition und Farbe ist auffällig«
Photonews
»Auf seinen Fotos sieht es aus, als würde etwas verdunsten, etwas verduften. Sie erfassen einen Zustand zwischen Halten und Schwinden.«
kultur.west
Eine Produktion von Laurenz Berges in Koproduktion mit dem asphalt Festival, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von RKP »Democracy: Democracy!« und durch die Kunststiftung NRW
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Fotos: Laurenz Berges, Nils Hendrik Zündorf














