Uraufführung

Wofür es sich zu kämpfen lohnt

Retzlaff, Berndt, Hoffmann
Aufzeichnungen eines Hamsters
Fr 1 Juli 2022 16:30
Sa 2 Juli 2022 16:30
So 3 Juli 2022 14:30

Spielort: Seebühne am Schwanenspiegel

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Veranstaltung mit Kopfhörern
Die Seebühne am Schwanenspiegel schwimmt auf dem Wasser, während das Publikum auf den Terrassen am Ufer sitzt. Um die Zuschauer:innen mit dem Geschehen auf der Bühne zu verbinden, kommt ein Kopfhörersystem zum Einsatz, das vor jeder Nutzung frisch desinfiziert wird.

Die
Gedanken
einer
ganzen
Stadt

Ein Rad, ein paar Körner und Wasser. Ist das alles, worum die Gedanken eines Hamsters kreisen, wenn er in seinem Käfig umherläuft? Oder träumt er in Wahrheit von seinem Ausbruch, vom Leben jenseits der Gitterstäbe und unbekannten Abenteuern? Was würden wir in seinem Tagebuch lesen? In einem musikalischen Theaterabend verleihen die Schauspielerin Anke Retzlaff und der Multiinstrumentalist Peter Florian Berndt einem kleinen Hamster Stimme und Körper. Gemeinsam suchen sie mit ihm nach Auswegen aus der Einsamkeit, finden Verbündete, zetteln einen Hungerstreik an, verlieben und streiten sich und versuchen, einander auf engstem Raum zu entkommen.

Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Was bedeutet Freiheit und wo finden wir sie? Und was passiert, wenn das Hamsterrad plötzlich stillsteht und alles möglich erscheint? Ist die Welt bereit für solche Veränderungen? Auf der Suche nach Antworten auf die großen Fragen eines so kleinen Wesens werden auch die Geschichten von Menschen aus der Stadt miteinbezogen. Begleitend zur Inszenierung entsteht mitten in der Stadt eine Sammelstation, in der Besucher:innen persönliche Geschichten, Gedanken und Gefühle zum Thema Freiheit hinterlassen können, die in der Inszenierung aufgegriffen werden. Indem sich Anke Retzlaff und Peter Florian Berndt dem Leben eines Hamsters annehmen, tauschen sie groß gegen klein, ein Hamsterrad gegen die Freiheit, Chansons gegen Protestlieder, und die Aufzeichnungen eines Einzelnen gegen die Erinnerungen einer ganzen Stadt.

Anke Retzlaff ist Schauspielerin, Musikerin und Regisseurin. Für ihre Rolle im Kinofilm ›Puppe‹ wurde sie 2013 für den New Faces Award als beste Nachwuchsschauspielerin nominiert und 2021 als Beste Nachwuchskünstlerin in ›Theater heute‹ genannt. Beim Festival ›Theater der Welt‹ in Düsseldorf wurde 2021 ihre Performance ›Dream Machine‹ uraufgeführt, an der auch Berndt und Hoffmann mitwirkten.

Peter Florian Berndt ist Musiker, Liedtexter und Performer. Als Komponist und Bühnenmusiker war er bereits an verschiedenen Theatern in Deutschland tätig. Er ist aktives Mitglied des professionellen Improtheaterensembles ›Ernst von Leben‹ und E-Gitarrist bei ›Los Pistoleros Güeros‹.

Paul Jumin Hoffmann ist Schauspieler und war vier Jahre lang festes Ensemblemitglied des Jungen Schauspiels Düsseldorf. Er ist nicht nur regelmäßig auf Theaterbühnen, sondern auch in TV-Serien wie ›SoKo Köln‹ oder ›Polizeiruf‹ zu sehen. Hoffmann führte bereits bei verschiedenen Theaterproduktionen gemeinsam mit Anke Retzlaff Regie.

Eine Koproduktion mit dem asphalt Festival im Rahmen des Projektes STADT DER FREUDE, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW- Regionale Kulturpolitik NRW (RKP)

mit Anke Retzlaff (Schauspiel, Stimme) und Peter Florian Berndt (Gitarre, Sampler, Electronics)

Regie, künstlerische Leitung: Anke Retzlaff
Co-Regie: Paul Jumin Hoffmann
Szenografie, Kostüm: Simone Grieshaber 
Musik: Peter Florian Berndt, Anke Retzlaff
Dramaturgie: Katharina Rösch
Songtexte: Anke Retzlaff, Peter Florian Berndt, Hannah Schumacher
Produktion: Felix Forsbach