Idee

asphalt ist ein Ort der Kunst und Empathie und ein Herzschlag-Festival, das Strahlkraft weit über Düsseldorf hinaus besitzt. Das ›Sommerfestival der Künste‹ präsentiert seit 2012 jedes Jahr innerhalb von elf Tagen ein dichtes und spannungsgeladenes Programm aus zeitgenössischen nationalen und internationalen Gastspielen und Koproduktionen aller Genres. asphalt zeigt Theater, Tanz, Musik, Literatur und bildende Kunst, an besonderen Spielorten, die sich in unterschiedlichen Stadtteilen von Düsseldorf befinden und jeweils ihren eigenen Zauber mit sich bringen – allen voran unser grandioses Festivalzentrum, die ehemaligen Industriegelände Alte Farbwerke und Weltkunstzimmer in Düsseldorf-Flingern. asphalt bespielt aber auch viele weitere, teils bislang für Kultur nicht genutzte Räume, sowohl indoor als auch unter freiem Himmel und im öffentlichen Raum. Jedes Jahr darf man aufs Neue gespannt sein, wo dank asphalt überall Kunst die urbane Umgebung bereichern wird.

2020 ist alles anders. Aufgrund der Corona-Pandemie können weder die Ensembles und Produktionsteams internationaler Gastspiele einreisen, noch Veranstaltungen mit gewissen Publikumsgrößen stattfinden oder viele Künstler*innen auf der Bühne miteinander agieren. Das ursprünglich geplante Programm kann daher nicht stattfinden und wird zu einem Großteil beim nächsten asphalt Festival 2021 gezeigt werden. Uns ist es aber gerade in diesen Zeiten ein wichtiges Anliegen, ein kulturelles (Lebens-)Zeichen zu senden und den Menschen Angebote zu machen. Daher haben wir innerhalb weniger Wochen ein Alternativprogramm für den ursprünglich geplanten Festivalzeitraum vom 9. bis 19. Juli 2020 konzipiert. Wir reagieren auf die Krise mit einer positiven künstlerischen Vision und haben ein Format entwickelt, das unter strengster Einhaltung der aktuell erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln möglich ist.

asphalt auf See findet am ehemaligen Bootsverleih am Schwanenspiegel statt. Auf dem Wasser wird eine schwimmende Bühne installiert, während das Publikum auf den Terrassen am Ufer sitzt. Um die Zuschauer*innen mit dem Geschehen auf der Seebühne zu verbinden, kommt ein Kopfhörersystem zum Einsatz, das vor jeder Nutzung frisch desinfiziert wird.

asphalt auf See ist ein intimes Open-Air-Festival im öffentlichen Raum, in einer herrlichen Kulisse zwischen Natur und Urbanität. Es erlaubt Distanz und zugleich emotionale Nähe und vermag ohne Berührung zu berühren. Das Programm umfasst mehr als 40 Veranstaltungen: Lesungen, Performances, Konzerte und Angebote für Familien, von und mit Künstler*innen aus der Stadt und der Region – viele von ihnen waren bereits in den Vorjahren bei asphalt zu Gast und sind dem Festival seitdem eng verbunden. Wie man es vom asphalt Festival gewohnt ist, wird auch die Special Edition am Schwanenspiegel künstlerischen Interventionen Raum verschaffen, die sich mit der aktuellen Lage beschäftigen.

Gespielt wird täglich um 17 Uhr, 19 Uhr und 21 Uhr, am Wochenende zusätzlich noch um 11 Uhr und 14 Uhr. Keine Veranstaltung dauert länger als knackige 60 Minuten, es gibt keine Pausen. Das Publikum ist auf maximal 96 Personen limitiert, damit große Menschenansammlungen vermieden und die Abstandsregeln eingehalten werden können. Die Eintrittspreise sind bewusst niedrig gehalten, um so vielen Menschen wie möglich nach den langen Wochen ohne kulturelle Veranstaltungen einen Besuch zu ermöglichen. Anders als normalerweise beim asphalt Festival gibt es nur einen weiteren Spielort neben der Hauptbühne am Schwanenspiegel: der Hof des Polizeipräsidiums am Jürgensplatz. Hier spielen wir von Montag bis Freitag täglich um 19:30 Uhr das Stück Aktion:Aktion! vor maximal 48 Gästen pro Vorstellung.

Doch auch wenn wir es kaum erwarten können, endlich wieder vor Publikum zu spielen, steht der Schutz der Gesundheit aller Gäste, Künstler*innen und Mitarbeiter*innen an erster Stelle. Wir haben daher in enger Absprache mit den Behörden ein detailliertes Anti-Corona-Konzept erarbeitet. Und selbstverständlich werden wir asphalt auf See auch genauso kurzfristig wieder absagen, wie wir es geplant haben, wenn es die Gesundheitslage im Juli erfordern sollte. In diesem Fall würden bereits gekaufte Karten zurückerstattet.

Wir danken an dieser Stelle innig den Förderinstituten, Sponsor*innen, Partner*innen, Unterstützer*innen und Idealist*innen – allen, die an die Idee des Festivals glauben und uns Kraft geben, um das Festival weiter zu entwickeln.

Christof Seeger-Zurmühlen, Bojan Vuletić & das asphalt Festivalteam

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Pressestimmen zu asphalt

»Ein sehr lebendiges Festival in einer wunderschönen Atmosphäre – das macht große Freude.« (Deutschlandradio Kultur)

»Das Asphalt Festival bringt Kunst dorthin, wo sie sonst nicht stattfindet: in ehemalige Fabrikhallen, auf Dachgärten und auf öffentliche Plätze. Ob Theater, Performance, Konzert oder Tanz, die Künstler kommen nicht einfach auf eine Theaterbühne oder in einen White Cube, wo sie ihre Konzepte umsetzen, vielmehr müssen sie ihre Projekte an die Orte anpassen, sie erweitern und neu definieren.« (Westdeutsche Zeitung)

»Der Theatermacher Christof Seeger-Zurmühlen und der Komponist Bojan Vuletić, die das Festival initiiert und aufgebaut haben und gemeinsam leiten, sind nun fast schon ein etabliertes Düsseldorfer Direktorenduo, aber die Freude an ihrer Idee und ihrem von Jahr zu Jahr wachsenden Erfolg ist den beiden jederzeit anzusehen.« (Süddeutsche Zeitung)

»Durch die persönliche Atmosphäre beim Festival und ihr engagiertes Programm haben sich die Gründer und Gestalter von asphalt inzwischen ein Publikum erspielt, das beides zugleich ist: experimentierfreudig und treu.« (Rheinische Post)

»In einem Zeitraum von nur fünf Jahren hat sich das Sommerfestival der Künste zu einer der Speerspitzen des Düsseldorfer Kulturbetriebs entwickelt.« (Coolibri)

»Der Schauspieler und Regisseur Christof Seeger-Zurmühlen und der Musiker und Komponist Bojan Vuletić haben ein Sommerfest aus der Taufe gehoben, das vor Kreativität nur so strotzt. Die Festivalmacher sind dabei, dem Theater neue Publikumsschichten zu erschließen.« (theater:pur)

»Das asphalt Festival ist ein Gewinn für die Stadt.« (Rheinische Post)

»Wer das wahre Gesicht der als elitär geltenden Stadt Düsseldorf entdecken will, der sollte das asphalt Festival besuchen.« (Deutschlandfunk)